REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt für September 2017 ist da

Liebe Leserinnen, liebe Leser, das neue Flugblatt ist fertig und die die Arbeit am Flugblatt ist im Gange. Zur Zeit sieht die Lage erfreulicher aus als vor ein paar Monaten, als seitens Arbeitsamt die Möglichkeit verhindert wurde, eine Liquiditätsbasis aufzubauen. Vorsichtig ausgedrückt; Wenn es so weitergeht, ist es tatsächlich möglich, so eine kleine Zeitung wie das Flugblatt mit Hilfe einer Tagelöhnerei und ein paar Verkäufen von Büchern bzw Printausgaben des Blattes zu betreiben. Das fühlt sich schöner an als die Bettelei um Spenden. Wenn es also so weiter geht, bleibt Ihnen das Flugblatt erhalten. Und hier kpmmt es für den September:

Das Flugblatt 119-01-09-2017 neues Layout

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FOTO UND DOKUMENTATION: Evakuierung und Rückkehr zur Arbeit

Am 28. August mussten die Angestellten eines Betriebsgebäudes wegen eines Bombenalarms im Untergeschoss in der Kaufhalle mitten in der Arbeit das Haus verlassen. Auf der anderen Straßenseite blieben sie dann stehen un d warteten. Wenige Minuten später konnte jeder an den Arbeitsplatz zurück. Telefonteilnehmer waren immer noch in der Leitung.

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ZUEIGNUNG: Stimmen hallen in den Ohren

„Stimmen hallen in den Ohren“

Unter den Wolken scheint die Dummheit unendlich groß. Poltiker bestätigen und toppen selbst die erbärmlichsten Witze aus der untersten Schublade, die nachts im Schutze des Alkoholnebels entstehen und meist gar nicht mehr das Tageslicht erblicken, denn die Gnade des Vergessens nahm sie auf und schenkte ihnen die Weisheit des Schweigens. Heute agiert die Dummheit hemmungslos dort, wo sie sich sonst verschämt umgeschaut hätte. Und am 24. September sind Wahlen. Am Ende wird es eine Regierung geben, in der viele Empörkömmlinge das für sie höchste Maß der Inkompetenz erreichen werden. In Deutschland scheint dies die VIVA-Regel zu sein: Verteidigung, Inneres, Verkehr und Auswärtiges. Das sind Ressorts, für deren Besetzung kein Mensch mit Kompetenz zu sehen ist.Sie eignen sich nicht einmal für intelligente politische Witze. Über zankende Kinder auf dem Spielplatz witzelt man ja auch nicht.

Aber irgendwie und sowieso gibt es immer was zu lächeln. A bissel was geht immer.

PS: Man kann auch dafür sorgen, dass der Klang abgegebener Stimmen in den Ohren hallt. Mit Monatsbeurteilungen der Erkorenen einer Legislaturperiode. Also Minister mal 12 Monate mal 4 ist gleich Summe der Texte zur Beobachtung und Bewertung von Klang und Tun.

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FEUILLETON-ZEITGEIST: Bittners Ergänzungen

Feuilleton-Zeitgeist

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„Bittners Ergänzungen“

 Ein Kommentar zur dritten Auflage von „Die Eroberung Europas durch die USA“

 Offenbar ist es der Ungeist der Zeit, der Wolfgang Bittner genötigt hat, seinen mahnenden Dauerbrenner „Die Eroberung Europas durch die USA“ nach dem zweiten Teil bereits eine dritte ergänzende Neuauflage hinzu zu fügen. Scheinbar kann man zur Zeit gar nicht so viel Friedenserhaltendes schreiben, wie angesichts der säbelrasselnden Zeit nötig wäre. Und dennoch: Was sein muss, muss sein. Sonst tanzen uns die zwei Nuklearschlöcher aus Nordkorea und USA noch weiter auf der Nase herum. Bittners dritte Ergänzung befasst sich mit dem Unterschied zwischen Hillary Clinton, die Russland am liebsten sofort angegriffen hätte, und Donald Trump, der mit Putin gut Freund sein will. Angesichts dieser Vergleichsspekulation ist noch ein Vierter Band von „Die Eroberung europas durch die USA“ nötig. Donald Trump ist ja nicht schon deshalb ein Friedensfürst, weil er Korea vernichten aber Russland lieben will. Von China ganz zu schweigen. Wenn Bitter jedes Jahr ein Update seines Buches heraus bringt, könnten die Leser sich ein Bild von schwankenden, wechselnden Konstellationen machen. Nichts ist in der Politik erhellender als die unterschiede in der Bewertung der Ereignisse. Das Gerede von gestern und das Tun von heute ist Geschichtsforschung vom Feinsten. Kein Reden, kein Tun von politisch Verantwortlichen darf vergessen werden. Und es kann eben auch sein, dass einer von sich das Bild eines Geradlinigen Friedensfürsten malt, und in Wahrheit bestimmt der Wind den Kurs seiner Handlungen.

(Wolfgang Bittner, „Die Eroberung Europas durch die USA“, Westend-Verlag, Frankfurt 2017)

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FEUILLETON-REZENSION: Das Lübecker Komplott

Rezension „Das Komplott von Lübeck“

„Verleger und Autor finden eine Leiche“

 Vor ziemlich genau zwei Jahren machte der Hinstorff-Verlag mit der Reihe Ostseekrimi eine Idee seines Autors Frank Goyke wahr. Goyke hatte nämlich dem Verlag gesagt, er könne einen Krimi schreiben, in welchem der mecklenburgische Heimatdichter Fritz Reuter als die Person mit dem kriminalisierenden Spürsinn auftritt, die in jedem Krimi die Handlungst reibende Substanzhefe sind. Die Idee gelang. 2015 erschien „Doppelmord“ – und Fritz Reuter mittenmang. im Geschehen. Damals sollte er eigentlich „Kein Hüsung“ schreiben, aber Suff und Neugier hielten ihn ab. Zwei Jahre später erschien Reuters zweiter Fall. Darin soll Reuter eigntlich „Ut de Franzosentid“ schreiben, aber Suff und Neugier halten ihn ab. Immerhin treiben Gattin Lovise und Verleger Carl Hinstorff den notorisch schreibfaulen Autor an, sich dem dem Kriminalisieren auch dem Schreiben zu widmen. Die Gattin sorgt mit Rationierung ihrer Gunstbezeigungen für einen reduzierten Alkoholkonsum von Fritz Reuter, und von Carl Hinstorff hängt es ab, ob Reuters Lebenswerk als Gesamtausgabe erscheinen kann.

Damit ist der äußere Rahmen des Krimis abgesteckt. Eine Fülle weiterer historisch-zeitgenössischer Gestalten sind schmückendes Beiwerk zu der Handlung, die damit beginnt, dass Verleger und Autor im Verhandlungsgespräch wandeln und dabei eine Leiche im Dassower See finden. Der See gehört zum Lübecker Staatsterritorium, das Ufer zu Mecklenburg, und die Leiche hat eine grenzüberschreitende Auffindungsposition eingenommen. Meckelnburg ist zuerst da, schnappt sich die Leiche und beginnt zu untersuchen. Dann kommt Lübeck und legt hanseatisch breit eigene Rechts-und Zuständigkeitsansprüche dar, und wie Goyke das Kompetenzgerangel beschreibt, ist einfach köstlich.

Stilistisch köstlich geht es im ganzen folgenden Text weiter. En passant entsteht ein Sittenbild kleinstaatlicher Alltagsgeschichte, eine Beschreibung von zeitgenössisch tagesaktuellen Aufgaben und Vorhaben der Wirtschaftsentwicklung in rückständigen agrarischen Gebieten und eine saubere Beschreibung der dadurch auftretenden Konflikte. Frank Goyke taucht ein in die Geschichte von Kleinstaaterei, Industrialisierung, Piefigkeit, Fortschritt und Bürgerlichkeit, ohne sich je darin zu verlieren. Wenn Goyke mündlich so erzählt wie er schreibt, dann kann er Leute zum Lesen begeistern, die sonst nicht lesen. Und er schafft es, Lust auf Fritz Reuter und Mecklenburgica zu machen. Das ist eine großartige Leistung.

(Frank Goyke, „Das Lübecker Komplott“, Hinstorff, Rostock 2017)

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FEUILLETON-REZENSION: Mörderisches Schwerin-Todschicke Frauen

FEUILLETON-REZENSION
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Rezension „Mörderisches Schwerin – Todschicke Frauen“

„Der Siebente bringts“

Von Diana Salow gibt es nun schon den zweiten Ostseekrimi, der im mörderischen Schwerin handelt. Diesmal hat Salows Hauptkommissar Berger es mit Todschicken Frauen zu tun, mit einem Mädchenhändlerring und einem Mord. Am Anfangs ihres Erzählstroms wirkt Diana Salows Text ein wenig aufgeregt wie die Stimme eines Redners am Anfang seines Referates, wenn er Lampenfieber hat. Dann aber wird sie souverän. Das kann auch an der Einbeziehung realer Ereignisse in die fiktive Geschichte liegen. Zum Beispiel der Absturz eines Flugzeuges 2015, weil der Pilot depressiv gewesen sein soll. Oder die Erwähnung einer Flüchtlingskrise in Mecklenburg-Vorpommern, bei der es tatsächlich zu kritisieren ist, dass aus dem Hilfsbedarf der Menschen ein Problem gemacht wird, welches es zu diskutieren gilt. Der Hilfsbedarf trat derweilen in den Hintergrund. Die Idee, die Realität als Kulisse der Fiktion zu benutzen, ist gut. Vielleicht ist hier ein weiterer zarter Ansatz zu sehen, wie Kriminalliteratur zum Spiegel der gesellschaftlichen Realität werden kann? Schön wäre es, denn ein facettenreiches Spiegelbild durch die Literatur ist derzeit noch nicht scharf genug, aber stellenweise scheinbar im Versuchsstadium.
An Diana Salows Krimi gibt eine Eigentümlickeit des Sprachgebrauchs. Sie benutzt außerordentlich viele wertende Verben für die Handlungen von Personen. Es kommt zu dicke, wenn es in einem Dialog ständig heißt: „bot er an“, „lächelte er“, „provozierte er“, „redete er sich in Rage“. Und dazu kommt dann noch eine sehr breit hingestreute Attributenschwemme, um den Lesern klarzumachen, ob sie Sympathien oder Antipathien empfinden sollen. Noch vier Krimis, und der siebente bringts dann.
Damit ist ja zu rechnen. Denn die Schlussszene deutet ja schon die Vorbereitung neuer Verbrechen an. Sie hätte eine fantastisch gute Überleitung sein können, wenn da nicht der letzte Satz gewesen wäre. Der letzte enttäuscht das ganze Lesegefühl. Schade.
(Diana Salow, „Mörderisches Schwerin-Todschicke Frauen“, Hinstorff-Verlag, Rostock 2017)

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GRUPPE 20: Höflichkeit

Höflichkeit
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Die Raudis auf dem Schulhof drängen
gern mit fünf Mann einen in die Ecke.
Ist man bei Solchen in den Fängen
liegt man am Ende schmutzig in dem Drecke

Die Raudis ziehen draus die Lehre
dass es besser sei zu siegen
schon zur Wahrung seiner „Ehre“
und um nicht im Dreck zu liegen

Einer aber soll dort liegen
einer ist dazu gemacht
den gilts mit Härte zu besiegen
dann ist das Tugendwerk vollbracht

Wen man nicht schlägt, der wird bepöbelt
und unablässig klein gemacht
jedoch ein Raudi, wenn er gröbelt
verliert mit jedem Schimpfwort seine Macht

Und schäumt dann wie ne Flasche Sekt
nur nicht so gut, wie jene schmeckt

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BARON VON FEDER: Briefe vom Arbeitsmarkt (2)

BARON VON FEDER

„Briefe vom Arbeitsmarkt (August 2017)“

Liebe Gefährtinnen und Gefährten aus der Hartz-Vier-Klasse,

ich finde es beinahe obszön, dass ich für mein Agieren auf dem ersten Arbeitsmarkt ordentlich bezahlt werde. Bei jedem Euro fühle ich, dass Eure Bitten um ein paar Pfennige mehr als Unverschämtheit zurückgewiesen werden. Das Argument heißt dann immer, dass dieser Mehrbedarf schon im Regelsatz enthalten ist. Es muss ein virtueller unendlich großer Regelsatz sein, der schon Träume von kleinen Angenehmheiten als erfüllt deklariert. Das Amt tut so, als würde es Bedürfnisse erfüllen, ohne etwas zu tun. „Wir spielen das doch nur“, sagte Herr Preil in solchen Fällen zu Herrn Herricht, wenn der es gerne konkret gehabt hätte.

Die, welche unverschämt sind, sind aber solche, die Euch in Eurer Lage so rotzfrech behandeln. Ich werde gut behandelt. Wenn ich Fehler mache oder Normen nicht schaffe, erfahre ich Nachsicht und Ratschläge. Ich habe keinen Antreiber, sondern einen Trainer. Da habe ich Glück. Ansonsten bin ich ebenfalls abhängig in meiner Lebensqualität. Bei Euch wird die Miete gezahlt, aber wehe, Eure Btriebskostenabrechnung steigt. Die müsst Ihr Euch dann vom Leben abknapsen. Ich leg mir was zurück. Dann ist die Rücklage verbraucht, anstatt mir zu einem ästhetischen, geistigen oder kulturellem Extra zu dienen. Das sind wir in einer vergleichbaren Lage, aber auf unterschiedlichem Niveau. Und doch: Die Arbeitsmarktabhängigkeit fühlt sich freier an als die Arbeitsamtsabhängigkeit. Im Gegensatz zur Abhängigkeit vom Arbeitsamt zahlen die Arbeitsgeber wenigstens Rentenbeiträge. Amtsabhängige werden erst um das Erwerbslosen und dann um eine Rente betrogen. Wenn bei einem Arbeitsmarktabhängigen die Vertaqgslaufzeit mal nicht verlängert wird, ist wengistens „ein Stück weit“ für die Zukunft vorgesorgt. „Ein Stück weit“ heißt, es ist nie ganz ausreichend, wie der berühmte Kalauer aus der Öko-WG, wo einer sagte: „Klaus-Dieter, bring mal den Müll ein Stück weit runter“.

In Finnland versuchen sie gerade, mit einem „bedingungslosen Grundeinkommen“ für Arbeitslose . Ihr zu experimentieren. 560 Euro sollen es sein. Das ist bestenfalls ein obszöner Witz. Ihr wißt es selbst. In Deutschland würde das Geld nicht reichen, wenn man auch kulturelle, geistige und ästhetische Bedürfnisse hat. Und da soll das ausgerechnet in Finnland reichen? Liebe Gefährtinnen und Gefährten, ich glaube das nicht. Im Grunde kann ich nach einem und einem halben Arbeitsmonat nur zu der vorsichtigen Aussage kommen: 1616 Euro sollten es netto sein. Als Leistung des Staates dafür, dass ein Mensch existiert, Teil der Gesellschaft ist, und sein Tun ihrer nachhaltigen Existenzerhaltung dient. Auch das Paradies ist ein Ort, der immer neu erhalten werden muss.

Das Paradies wäre vielleicht kein sicherer Ort, aber einer, der tätig-freies Wohnen ERFORDERT statt GNÄDIG ZU GEWÄHREN. Ein Ort, von welchem Olle Goethe sagen würde: „Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein.“

Haltet durch

Euer Baron von Feder

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REDAKTIONSMITTEILUNGEN: Das Flugblatt für August 2017 ist fertig

Liebe Leserinnen, liebe Leser, das neue Flugblatt ist fertig. Hier kommt die Nummer 118 für August 2017

Das Flugblatt 118-01-08-2017 neues Layout

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FEUILLETON-ZEITGEIST: „Wenn es keinen Grund für Einkommen gäbe“

Feuilleton-Zeitgeist

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„Wenn es keinen Grund für Einkommen gäbe“

 Wenn es keinen Grund für ein Einkommen gäbe, wäre die Beschaffung von Nahrung für Menschen ohne Lebensmittelindustrie möglich. Menschen würden sich von den Früchten in Gärten und freier Natur ernähren. Manchmal würde es nicht reichen, manchmal scho, aber niemals wären Menschen verlockt, noch nachts um zwei am Spätverkauf Salamibaguette und Bier kaufen. Das wäre gesünder. Menschen ohne Einkommen können sich zwar schon jetzt nicht nachts um zwei ein Salamibaguette und Bier kaufen, aber das liegt nur am fehlenden einkommen. Der industriell erzeugte Lebensmittelüberfluß steht im Widerspruch zum natürlichen Kreislauf von Wachstum, Reife und Ernte. Um an diesem teilzuhaben, müsste man eigentlich kein Einkommen benötigen. Einkommen ist im Grunde das, was man zum guten Leben braucht. In früheren Zeiten war einkommen Reil des Arbeitslohnes und damit Sinn der Arbeit. Wenn man Heizung, Kleidung, Wohnraum und Essen aus eigner Kraft erhalten kann, lebt man nachhaltig wie der Rest der Schöpfung.Von Ausnahmen wollen wir einmal absehen. Ein Fuchs im Bau zahlt keine Miete. Daher braucht ein Fuchs auch nicht für die Mittel zu arbeiten, die er seinem Vermieter abgeben muss. Die Schöpfung kennt auch keine Krankenkasse. Sie muss also auch keine Krankenkassenbeiträge zahlen. Ob sie wohl in eine Schöpfungskasse einzahlen würde. wenn sie dadurch gegen Myxomatose, Tollwut, Räude, Wurmbefall behandelt werden könnte?

Wenn man ein bedingungsloses Grundeinkommen so denken würde, dass es eine unantastbare Selbstversorgung der Menschen möglich macht, dann wäre Arbeit und Lohn der Zusatz zu dem kleinen Extra, welches dem Leben manchmal schöne Momente beschert. Das ist möglich, denn es gibt Betriebe, die zahlen einen Grundlohn und einen monatlichen Prämienanteil. Mit dem Grundlohn können die Leute ihre Lebensgestaltung kalkulieren, mit der Prämie die Extras gestalten. Eine Naturalien-Selbstversorgung scheint nicht mehr möglich zu sein. Dazu ist fast jedem die Bequemlichkeit lieb und vor allem teuer geworden. Aber man kann ganz offensichtlich Löhne und Preise so gestalten, das kein Verlust mehr sofort schmerzhaft existenzgefährdend wird. Insofern wäre das Grundeinkommen eine „Grundsicherung“ auf menschenwürdigem Niveau.

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