BARON VON FEDER:

BARON VON FEDER

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„Arbeitsamt und Kalter Krieg“

Schaut man sich die stetig hochdrehende neue Rüstungsspirale samt Kriegsvorbereitung an, die Donald Trump verantwortungslos in Gang gesetzt hat, neigen selbst Fachleute dazu, ein beklemmtes Gefühl in der Herzgegend zu empfinden, wie damals, als man in der Hohen Zeit des Kalten Krieges zum Militärdienst befohlen wurde und das Gefühl hatte, es werde, wenn es knallt, knallen, während man im Dienst ist und einen somit zum soldatischen Märtyreropfer des Nuklearkrieges machen. Wenn man in einem der beiden Deutschlands lebte, führte man hierzu den Spruch auf den Lippen: „Je kürzer die Reichweite, desto deutscher die Toten“. Und man wurde gedrillt auf einen nicht gewinnbaren Krieg, in welchem man auf der guten Seite der Geschichte stünde. Wenn zwei Seiten sich als die gute Seite in einem schlechten Spiel wähnen, kann keine Seite gut sein. Was Trump gegen Russland vorbringt, ist daher das Geständnis dessen, was die USA auf ihre Weise tun. Siehe auch folgende Dokumentation bzw. Reportage:

https://www.ardmediathek.de/ard/player/
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Das Arbeitsamt hat mit dem Begriff „Kalter Krieg“ einerseits nur soviel zu tun, als das es sich auf der Seite der Guten wähnt und die Hartz-Vier-Opfer sozuagen als „die Russen im Spiel“. Es setzt dabei wie weiland der Westen auf eine Hochrüstung der SGB-II-Waffen und überlässt „uns Russen“ nur das „trotzige Zurücktrietzen“. Das bringt , genau wie der Kalte Krieg, keiner Seite einen Vorteil. Muss also das Zurücktruetzen zur Selbstbehauptung sein oder soll man still und tatenslos auf Gottes Erbarmen warten? Kann und soll man dann nicht besser dem Erbarmen Gottes hilfreich zur Hand gehen? „Herr, mache mich zum Werkzeug Deines Friedens. Bitte.“ Das Arbeitsamt kann beispielsweise alle Ortsabwesenheiten genehmigungspflichtig machen. Bescheid sagen, dass man als freier Bürger einer freien Welt eben mal so frei ist, lediglich eine Abwesenheitsnotiz zu hinterlassen, reicht dem Amt nicht. Es will diese geplante Abwesenheit erst erlauben wollen dürfen, bevor sie stattfindet. Erlaubt ist nur: „Krankheit mit persönlicher Abgabe des Krankenscheins im Amt unmittelbar nach Arztbesuch und Scheinausstellung“ oder „Vorstellungsgespräch, wobei Name, Adresse, Jobbeschreibung, Gehalt und Einstellungsentscheidung“ dem Amt vor bzw. unmittelbar nach dem Gespräch zu melden sind.“ Bei solchen Forderungen tippt sich jeder Arbeitgeber dezent an die Stirn und wird, seltsam genug, zum natürlichen Freund des Bewerbers, bloss leider nur mit Schulterklopfen und guten Worten, wie die Kirche, die ansonsten auf Demut und Erwartung von Gottes Erbarmen setzt. Die Krönung aber ist es, wenn das Amt einem schwerbehinderten Arbeitslosen die Verwendung seines Schonvermögens für Mobilitätszwecke behindertengerechtes Auto – verweigert:

Hier kann man solange zurücktrietzen, bis die Meldspflichten ad absurdum geführt sind. Melden Sie jede Zugverspätung und jede Bewerbungsabsage mit Eilmeldung. Ebenso melden Sie mit Eilmeldung, wenn sie das Haus zum Einkauf verlassen und wann Sie Wiederkommen – und zwar jeden Vorgang einzeln mit Eilmeldung.

Und wenn das Amt einlenkt, lassen Sie Sektkorken knallen. Falls Ihnen der Regelsatz etwas übrigläßt

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