FEUILLETON-KULTURBETRIEBLICHES: „Quatsch mit mir“

FEUILLETON-KULTURBETRIEBLICHES

„Quatsch mit mir“

11-11-2016-ausstellung-julia-kilian

Julia Kilian scheint von sich selber überrascht zu sein. Jedenfalls liest sich die Ankündigung einer Ausstellungseröffnung im „Atelier Tageswerk“ in Neustrelitz so, als ob sie von der morgendlichen Zeitungslektüre beim Frühstück gerade erst erfahren hat, dass sie, Julia Kilian, am 5. November 2016, Farben auf Stoff und Leinwand in der Begleitung von Musik von Phillip Nespital vorführt und wirken lässt. Tatsächlich ist die Neustrelitzer Vernissage im Moment noch kein Auftakt zu einer Ausstellungsreihe, sagt Kunsttherapeutin Julia Kilian. Sie habe zwar weitere Ausstellungen im Visier, denn Kunst will wahrgenommen werden, aber noch sei die Zukunft relativ vage. Julia Kilian arbeitet hauptberuflich in einem Berliner Krankenhaus. Als Kunsttherapeutin ist es ihre Berufung, mit Patienten zu arbeiten, denen es aufgrund ihrer Erkrankung leichter fällt, ihre Gefühle über die Kunst auszudrücken. „Wo Worte fehlen, sprechen Bilder“, bringt es Julia Kilian auf den Punkt. Auf ihrer Webseite „colorima.de“ macht sie unmißverständlich klar, wie wichtig ihr der Kontakt zu Menschen über die Kunst ist – sowohl für sich selber wie auch für die Menschen, die sich über die Kunsttherapie öffnen können. „Colorima“ ist übrigens ein zusammengesetztes Kunstwort aus Colorit (für Farbumfeld) und Imagination (für Vorstellung und Fantasie.) Und wenn die Fantasie angeregt ist, kommt irgendwie auch Kommunikation zustande. Denn ein bisschen was geht immer.

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