FEUILLETON-KULTURBETRIEBLICHES: „Wo kann die Nachtigall noch singen?“

FEUILLETON-KULTURBETRIEBLICHES

„Zwischen Seltsamkeit und Originaliät“

Christoph Daletzkis alias Krysztof Daletskis Gesellschaftslieder sind zwischen Seltsamkeit und Originalität angesiedelt. Melodisch und instrumental könnte Krysztof Daletski ein mittelalterlicher Sänger von Bänkelballaden sein. Aber seine Bischöfe, Herzöge, Reichsgrafen, Raubritter und einfache Räuber, Gauner, Betrüger und Scharlatane sind neoliberale Politiker und Wirtschaftsführer, deren Tun man an den Auswirkungen geheimer Machenschaften erkennt: Fracking, Freihandel, Krimkrieg. Gerade hat er eine CD mit 12 Liedern samt Erläuterungen heraus gebracht. Die Erläuterungen sind wichtig, denn manchmal singt er Latein. Aber mit Übersetzung. Multimedia machts möglich. Ganz besonders ergreifend sind die Stimmen. Sie klingen so hell und voll wie Glocken. Ihre Klangspitzen brechen nicht einfach zusammen wie brandende Wellen über sandige steinige Ufer in undefinierbarem Rauschen. Und dieses Verstehen der Texte bis zum letzten Ton macht die Seltsamkeit und die Originalität der Lieder aus.

Auf YouTube gibt es einen "Album-Trailer" hochgeladen mit Ausschnitten der CD
und Bildern von der Aufnahme-Session:

  https://www.youtube.com/watch?v=5eVNkI_ERjM

Ferner gibt es die Webseite zur weiteren Info: 
  http://songs.dalitio.de/cd/
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